Der Import von historischen Fahrzeugenkann mit einigen Hürden verbunden sein.

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Zum Beispiel treten oft Sprachprobleme auf oder auch diverse Zollbestimmungen erschweren den Kauf von Oldtimer und Youngtimer.

Deswegen gibt es hier nun ein paar Tipps und Hinweise die man beim Oldtimerkauf im Ausland bzw. einem Import von historischen Fahrzeugen beachten sollte:

Begibt man sich beispielsweise im Internet auf die Suche nach einem Oldtimer, ist grundsätzlich zu beachten, dass die dort gezeigten Fotos der Autos nur bedingt aussagekräftig sind.
Hier sollte man sich auf jeden Fall mit dem Verkäufer in Verbindung setzen und sich detailliert über das historische Fahrzeug erkundigen.

Auch in Fachzeitschriften, Vereinen oder bei Oldtimer-Experten kann man sich gut über Schwachstellen seines Wunschautos informieren. Außerdem ist es hilfreich, wenn der Anbieter bereits vor der Besichtigung oder Probefahrt Kopien von Reparatur- und Wartungsrechnungen als auch von Papieren wie Fahrzeugbrief und Zulassungsschein zusendet. Diese bestätigen den Wahrheitsgehalt der vorgelegten Fahrzeughistorie. Empfehlenswert ist auch, wenn sich der Oldtimer weitestgehend im Originalzustand befindet.

Nur Autos die älter als 30 Jahre sind, sind in Deutschland als Historisch ein zu Stufen.
Mit umfangreichen Umbauten bekommt man nur sehr selten bis gar nicht zur gewünschten und unbeliebten H-Zulassung.

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Interessierte man sich als Oldtimer-Liebhaber für klassische PKWs aus den USA oder auch Kanada den Zustand des Autos genauestens überprüfen, denn dort legt man nicht so viel Wert auf Alte Sachen und so werden die Autos oft nicht so gut und umfangreich gewartet. So ist auch nicht unbedingt die Bescheinigung über einen aktuellen Werkstattcheck keine Garantie dafür, dass der Wagen in Ordnung ist.
Besonders Acht geben sollte man auch beim Thema Rost, denn Lackierarbeiten in den USA und in Kanada sind recht günstig und obendrein gibt es dort auch wahre Spachtelkünstler.

Wenn man sich für ein Auto entschieden hat, sollte man es am besten bei einem deutschen oder österreichischen (deutschsprachigem) Importeur kaufen. Dadurch spart man sich viel Zeit und Aufwand für die Formalitäten rund um Abgaben, Einfuhr, Transport und Zölle.

US-Oldtimer sind auch in manchen europäischen Ländern wie zum Beispiel Schweden und Schweiz zu finden. Dort gibt es auch ausgeprägte Oldtimer-Szenen für amerikanische Autos mit entsprechenden Angeboten der Händler.
Was man aber auch beachten sollte, bei Autoimporten aus Nicht-EU-Staaten fallen wieder Steuern und Zölle an.

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Wenn man selber importiert, sollte man sich vorab über die zusätzlichen Kosten ausreichend informieren. In Amerika gibt es beispielsweise die sogenannte Kaufsteuer. Diese fällt in den verschiedenen Bundesstaaten unterschiedlich hoch aus. Der Einfuhrzoll aus den USA oder Kanada beträgt zehn Prozent, Berechnungsgrundlage ist der Kaufpreis zuzüglich Transportkosten. Für Nutzfahrzeuge muss man mit 22 Prozent rechnen. Beim Import in die EU fällt auch noch die gesetzliche Mehrwertsteuer an. Diese entfällt aber wiederum, wenn es sich um einen Reimport handelt.

Der Import von historischen Fahrzeugen aus anderen EU-Staaten verläuft im Vergleich zu Amerika und Kanada recht unkompliziert ab, Zölle fallen weg und die Zulassung in Deutschland ist recht einfach, wenn die Originalpapiere vorhanden sind. Für die Zulassung benötigt man unter anderem den Nachweis über ein bestandenes Vollgutachten sowie Eigentumsnachweise in Form von Kaufvertrag, Rechnung und Fahrzeugpapieren. Liegen aber nicht alle notwendigen Daten bei der technischen Abnahme vor, kann der TÜV mit einer umfangreichen Datensammlung weiterhelfen.
Die Prüforganisation steht ebenfalls bei der Beratung, beim Gutachten, bei Änderungs- und Vollgutachten oder beim Wert- beziehungsweise Wiederaufbauwertgutachten hilfreich zur Seite. Laut Oldtimer-Experte Matthias Gerst vom TÜV Süd.

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